Intelligentes Energiemanagement: Wie Solar, Speicher und Verbraucher in 2026 perfekt aufeinander abgestimmt werden
Geschrieben von: Luis
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Lesezeit 7 min
Immer mehr Haushalte verfügen in 2026 über eine eigene Solaranlage, große Stromverbraucher wie eine Wärmepumpe oder auch ein E-Auto. Doch mit dem zunehmenden Stromverbrauch und der eigenen Solarproduktion wird intelligentes Energiemanagement immer wichtiger. Volatile Strompreise, neue Abrechnungsmodelle wie dynamische Stromtarife und eine immer geringer Einspeisevergütung für den selbst erzeugten Solarstrom machen diesen Schritt erforderlich.
Im Fokus steht immer die Frage „Was macht das Energiemanagement?“ und wie stimme ich meinen Stromverbrauch am besten auf den Strompreis und die eigene Produktion ab? Denn wer auf ein smartes Energiemanagement setzt, idealerweise mit KI-basierter Software, der kann im Vergleich zur aktuellen Stromrechnung zwischen 30 und bis zu 50 % einsparen! Sinnvoll ist diese Steuerung des Stromverbrauchs vor allem mit Blick auf eine eigene Solaranlage, ein Balkonkraftwerk oder bei der Nutzung eines dynamischen Stromtarifs mit Smart Meter
Was ist Energiemanagement?
Denkt man an Energiemanagement, dann haben viele zunächst komplexe
Steuerungssysteme aus der Industrie im Kopf. Doch das ist längst überholt. Nicht
nur im industriellen Bereich macht es Sinn, den Energiefluss zu steuern. Auch im privaten Haus ist ein intelligentes Energiemanagement (HEMS) praktisch. Doch
wie funktioniert das?
Kurz gesagt sorgt ein vernetztes System dafür, dass Strom immer möglichst dann
verbraucht wird, wenn gerade zu viel davon da ist oder der Preis je Kilowattstunde
sehr günstig ist. Das System arbeitet dabei stets im Hintergrund, automatisiert, um
keinen manuellen Steuerungsaufwand zu verursachen.
Ein Beispiel: Das System kennt anhand historischer Daten die täglichen
Gewohnheiten des Haushalts hinsichtlich Stromverbrauch und auch die
voraussichtliche Solarproduktion lässt sich anhand des Wetterberichts
vorhersagen. Nun soll das E-Auto geladen werden, denn in der App ist hinterlegt,
dass dieses um 19 Uhr zu 100% voll sein soll. Zum jetzigen Zeitpunkt ist der
Himmel jedoch eher bewölkt und um das E-Auto aufzuladen, müsste zusätzlicher
Strom eingekauft werden. Das System weiß jedoch, dass in den nächsten 1-2
Stunden mit einer Besserung des Wetters und viel Sonnenschein zu rechnen ist.
Daher wird der Ladezeitraum nach hinten geschoben, um das E-Auto nicht sofort
aufzuladen und stattdessen lieber kostenlosen, selbstproduzierten Solarstrom zu
nutzen.
Ein ähnliches Prinzip funktioniert auch mit bei einem dynamischen Stromtarif. Es
ist 20 Uhr am Abend und eine Maschine Wäsche soll bis zum nächsten Tag
gewaschen werden. Der Strompreis bleibt bis Mitternacht allerdings auf einem
hohen Preisniveau und fällt danach um fast 50 %. Jetzt sorgt das System dafür,
dass die Waschmaschine erst nach Mitternacht eingeschaltet wird und der
günstige Strom genutzt wird.
Was gehört zum Energiemanagement?
Zum Energiemanagement gehören im wesentlichen vier verschiedene Bausteine.
Dazu zählen zunächst die steuerbaren Verbraucher. Entweder über eine direkte
Schnittstelle im Gerät, zum Beispiel im E-Auto, der Wallbox oder der
Waschmaschine. Alternativ lässt sich die Steuerung auch über smarte Zwischenstecker lösen, die wie eine Art Schalter fungieren. Sie erfassen
außerdem den verbrauch eine Geräts in Echtzeit und können diesen über – zum
Beispiel WLAN – direkt an die Steuerungseinheit kommunizieren.
Neben den steuerbaren Verbrauchern gibt es auch noch eine Benutzeroberfläche,
meist in Form einer App oder eines Web-Interfaces. Dort können Echtzeitdaten zu
Verbrauch, Produktion, der aktuell verfügbaren Speicherkapazität und dem
Strompreis eingesehen werden.
Im Hintergrund arbeitet dann das Gehirn des Systems. Mit cleveren Algorithmen
und automatisieren Prozessen werden die Daten in Echtzeit analysiert und
ausgewertet. So laufen Geräte nur, wenn der Strom günstig ist, oder die
Solaranlage gerade Energie produziert.
Ein weiterer Baustein sind Warnungen und Hinweise an den Nutzer. Ist der
Strompreis zum Beispiel gerade sehr hoch oder niedrig, kann das System über
etwa eine Push-Mitteilung den Nutzer informieren.
Wann lohnt sich ein intelligentes Energiemanagementsystem im Haushalt?
Eine der häufigsten Fragen: Wann lohnt sich Energiemanagement für mich?
Allgemein lässt sich sagen, dass eine clevere Steuerung des Energieverbrauchs
immer dann sinnvoll ist, wenn es große Stromverbraucher im Haushalt gibt. Das
kann ein E-Auto, eine Wärmepumpe, ein Pool, die Sauna im Keller oder auch ein
elektrischer Heizlüfter sein.
Neben großen Verbrauchern spielt auch die Energieproduktion und Speicherung
eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für ein Energiemanagementsystem. Wer
ein Balkonkraftwerk oder eine größere Solaranlage hat, für den lohnt sich ein
solches System ebenfalls. Gleiches gilt für Speichersysteme, wie zum Beispiel das
Zendure SolarFlow 2400 AC. Ganz egal, ob Speicher an der Haushaltssteckdose oder große
Systeme mit zehn oder mehr Kilowattstunden Speicherkapazität.
● Erzielt bis zu 93 % AC-Ein- und Ausgangseffizienz
● KI-Energiemanagement - bis zu 42 % Einsparung bei den Energiekosten
● 700+ europäische Energieversorger
● 2400 W Off-Grid-Leistung
● Unterstützt Plug-in-Kopplung mit Mikrowechselrichtern von 0-2000 W
Smart Meter und Energiemanagement
Ein weiterer Treiber für cleveres Energiemanagement sind Smart Meter. Die
intelligenten Stromzähler können den jeweiligen Verbrauch im Minuten-Takt
erfassen und auch dementsprechend abrechnen.
Der Strompreis
Auch der zuletzt durchaus volatile Strompreis macht die Steuerung des eigenen
Verbrauchs immer wichtiger. Wer weniger Strom vom Anbieter bezieht und mehr
selbst verbraucht, der spart Geld.
Steigender Stromverbrauch
Weltweit wird immer mehr Strom verbracht. Nicht nur, weil wir mehr Menschen
werden, sondern vor allem, weil die Elektrifizierung voranschreitet. E-Autos,
Wärmepumpen oder auch Rechenzentren – zuletzt vor allem für KI-Systeme –
benötigen immer mehr Energie und könnten den Strompreis auch mittel- und
langfristig auf einem hohen Niveau halten.
Welche Geräte sind besonders wichtig?
Pauschal lässt sich sagen: Umso mehr Strom ein Gerät verbraucht, desto
wichtiger ist die intelligente Steuerung. Denkt man an große Verbraucher, dann
sind das vor allem Geräte wie Hybrid- oder Elektro-Autos, Wärmepumpen und
elektrische Heizungen, Pool-Pumpen und -Heizungen, eine Sauna oder zum
Beispiel eine Klimaanlage.
Häufig vergessen wird auch die Warmwasserzubereitung. Ein Durchlauferhitzer
und Boiler verbrauchen oft mehrere tausend Kilowattstunden.
Doch auch viele kleine Verbraucher, etwa die Spülmaschine, Waschmaschine,
Trockner, Kühlschrank, Gefriertruhe und vor allem Küchengeräte machen einen
Unterschied. Natürlich sind Geräte wie Fernseher, Monitore oder das Arbeiten im
Home Office nicht zu vergessen.
Welche KI-basierten Energiemanagementsysteme gibt es?
Längst gibt es unzählige Energiemanagementsystems und jeder Anbieter legt
einen unterschiedlichen Schwerpunkt. Wichtig ist jedoch, dass das System auf die
vorhanden Geräte abgestimmt und mit diesen möglichst gut kompatibel ist. Häufig
sind der Hersteller der Solaranlage beziehungsweise des Wechselrichters und
auch des Stromspeichers ausschlaggebend. Sie stellen eine der wichtigsten
Komponenten im gesamten System dar.
Das Energiemanagementsystem von Zendure (HEMS) ist perfekt auf alle
zugehörigen Verbraucher abgestimmt und kann so perfekt mit dem Zendure
SolarFlow Speicher, aber auch Balkonkraftwerken und anderen bestehenden
Solarkomponenten verbunden werden. Dank verschiedener Modi kann der
Energieverbrauch perfekt auf die Solarproduktion, die verbleibende
Speicherkapazität und auch auf einen dynamischen Stromtarif abgestimmt
werden. Darüber hinaus ist das System mit einer Vielzahl an Systemen und
Schnittstellen von Drittherstellern wie zum Beispiel Amazons Alexa, Shelly und mehr kompatibel. So lassen sich auch bestehende Verbraucher im Handumdrehen
integrieren.
Wie funktioniert ein Zendure Energiemanagementsystem im Haushalt: Ein Praxisbeispiel
Stellen Sie sich eine typische Stadtwohnung vor: Ein Zwei-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von ca. 2.500 kWh. Um die Stromkosten nachhaltig zu senken, wurde auf dem Balkon eine Solaranlage (Balkonkraftwerk) installiert. Zusätzlich sind Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine über intelligente Steckdosen (Smart Plugs) vernetzt, und die Klimaanlage ist in das System integriert.
Und so optimiert das Zendure HEMS (Home Energy Management System) den Energiefluss vollautomatisch:
1. Vorrang für kostenlose Sonnenenergie (Tagsüber) Sobald die Sonne auf Ihr Balkonkraftwerk scheint, erkennt das Zendure HEMS die verfügbare Energie.
Das Szenario: Ihre Waschmaschine läuft und die Klimaanlage kühlt die Wohnung. Das System leitet den kostenlosen Solarstrom direkt in diese Geräte. Sie nutzen also 100 % Ökostrom vom eigenen Balkon statt teuren Netzstrom zu bezahlen.
Keine Verschwendung: Produzieren Sie mehr Strom, als Sie gerade verbrauchen? Kein Problem. Anstatt den Überschuss fast kostenlos ins Netz einzuspeisen, speichert das System die Energie automatisch in Ihrem Akku für den Abend.
2. Günstigen Strom „bunkern“ (Nachts & bei Preistiefs) Hier spart das System bares Geld, selbst wenn die Sonne nicht scheint. Das Zendure HEMS überwacht bei Nutzung eines dynamischen Stromtarifs die aktuellen Börsenstrompreise.
Das Szenario: In der Nacht oder bei starkem Wind ist der Strompreis oft am niedrigsten. Erkennt das System, dass Ihr Akku leer ist und für den nächsten Tag wenig Sonne vorhergesagt wird, lädt es den Speicher automatisch mit diesem sehr günstigen Netzstrom auf. Sie „tanken“ Ihren Stromspeicher also zum Discountpreis voll.
3. Teure Zeiten intelligent überbrücken (Abends) Wenn Sie nach der Arbeit nach Hause kommen, gekocht wird und der Fernseher läuft, sind die Strompreise oft am höchsten (Peak-Zeiten).
Das Szenario: Jetzt zahlt sich die Strategie aus. Das HEMS drosselt den Bezug aus dem öffentlichen Netz und versorgt Ihre Wohnung stattdessen mit dem gespeicherten Strom aus dem Akku (sei es der Solarstrom vom Mittag oder der günstige Nachtstrom).
Smarte Steuerung: Sie möchten den Geschirrspüler starten? Wenn der Strompreis gerade extrem hoch ist, kann das System über die Smart Plugs den Start der Maschine automatisch verzögern, bis der Strom wieder günstiger ist oder der Akku genug Energie liefert – natürlich immer so, dass Ihr Geschirr rechtzeitig sauber ist.
Das Ergebnis: Durch dieses intelligente Zusammenspiel folgt Ihr Haushalt einer einfachen, aber effektiven Logik: Nutze zuerst die Sonne, kaufe Strom nur wenn er billig ist, und vermeide teure Netzbezugszeiten. Für unseren Musterhaushalt bedeutet dies maximale Unabhängigkeit vom Energieversorger und eine spürbar niedrigere Stromrechnung am Monatsende.
Fazit: Intelligentes Energiemanagement ist in 2026 für die meisten Haushalte unerlässlich
Der Stromverbrauch und -bedarf wächst immer weiter. Doch mit ihm auch die
Komplexität hinsichtlich Preisstrukturen und Abrechnungen. Wer eine Solaranlage
mit Speicher besitzt, muss im Stromverbrauch einen anderen Fokus setzen, als ein
Haushalt mit dynamischem Stromtarif. Wer beides nutzt, sollte unbedingt die
Vorteile der zwei Welten vereinen. Große Verbraucher müssen künftig intelligent
gesteuert werden. Wer im Alltag nicht täglich viel Zeit mit der Abstimmung und
Steuerung der einzelnen Geräte verbringen will, sollte unbedingt auf ein
intelligentes, KI-basiertes Energiemanagementsystem wie das HEMS von Zendure
setzen. Nur so ist gewährleistet, dass alle Geräte langfristig effizient und
aufeinander abgestimmt arbeiten.
Einmal umgesetzt kann ein HEMS (Home-Energy-Management-System) den
Stromverbrauch beziehungsweise die Kosten gegenüber dem Anbieter um 20 bis
40 Prozent reduzieren. Wer schon jetzt einen dreistelligen Betrag im Monat auf
der Stromrechnung stehen hat, kann damit zukünftig viel Geld sparen.
Luis
Der Chefredakteur von Zendure widmet sich der Bereitstellung der besten Energielösungen, darunter Balkonkraftwerk, Solarenergie und tragbare Powerstation.