SolarFlow 2400 Pro vs. SolarFlow 2400 AC+: Welchen Batteriespeicher Wählen?

SolarFlow 2400 Pro VS SolarFlow 2400 AC+

Zwei Speicher, dieselbe Kapazität, dieselbe Leistung, dieselbe App. Auf dem Papier ähneln sich der SolarFlow 2400 Pro und der SolarFlow 2400 AC+ so stark, dass die Wahl zwischen ihnen schwerfallen kann. Beide bieten dieselbe Speicherkapazität, dieselbe Ausgangsleistung und werden über dieselbe App gesteuert – wo also liegt der Unterschied?

Als Entwickler beider Modelle können wir es genau benennen: Ihre Zellen, ihre AC-Wandlerelektronik, ihr Steuerungssystem und ihre Sicherheitsarchitektur sind identisch. Ein einziger Unterschied trennt sie, und er ist struktureller Natur. Der SolarFlow 2400 Pro verfügt über vier MPPT-Regler und einen direkten PV-Eingang; der SolarFlow 2400 AC+ hat keinen.

Alles Weitere ergibt sich aus diesem einen Punkt. Dieser Ratgeber erklärt Ihnen, was dieser Unterschied in der Praxis bedeutet – damit Sie Ihre Entscheidung anhand einer einzigen Frage treffen können statt anhand von zehn.

Das Wesentliche in einer Frage: Haben Sie Module anzuschließen?

Wenn Sie Ihre Solarmodule noch installieren müssen – auf einem Balkon, einer Terrasse, im Garten oder an einem Carport – nimmt der SolarFlow 2400 Pro sie direkt auf. Sie schließen die Module ohne zwischengeschalteten Mikrowechselrichter direkt an den Speicher an.

Wenn Ihre Module bereits auf dem Dach liegen und seit Monaten oder Jahren hinter einem vorhandenen Wechselrichter Strom erzeugen, wird der SolarFlow 2400 AC+ dem Wechselrichter nachgeschaltet und an eine gewöhnliche Haushaltssteckdose angeschlossen. Er braucht keinen eigenen PV-Eingang: Ihre Anlage besitzt bereits einen.

Das ist die gesamte Überlegung. Die beiden Modelle richten sich an unterschiedliche Zeitpunkte im Solarprojekt – und nicht an unterschiedliche Preisklassen.

SolarFlow 2400 Pro: der direkte PV-Eingang mit 4 MPPT-Trackern

Vier unabhängige Tracker, bis zu 3000W direkt

Der SolarFlow 2400 Pro verfügt über einen Regler mit vier MPPT-Trackern, der 3000W direkten PV-Eingang aufnimmt, verteilt auf vier Stränge zu je 750W und bis zu acht Module. Jeder Strang arbeitet unabhängig von den anderen.

Diese Unabhängigkeit zählt mehr als der reine Zahlenwert. An einem realen Haus zeigen die Module nicht alle in dieselbe Richtung: ein Teil nach Süden, ein anderer nach Osten, um die Morgensonne einzufangen, ein dritter am späten Tag durch einen Schornstein oder einen Baum verschattet. Mit einem einzigen Tracker richtet sich die gesamte Gruppe nach dem schwächsten Modul. Mit vier Trackern arbeitet jede Ausrichtung in ihrem eigenen Optimum.

Falls Ihnen die genaue Rolle eines Solarladereglers nicht vertraut ist, erläutert unser Artikel über die Funktionsweise eines MPPT-Reglers das Prinzip und seine Auswirkungen auf den Ertrag.

Anlaufspannung 14 V: früher, später und bei bedecktem Himmel Strom erzeugen

Die Anlaufschwelle der MPPT-Tracker des 2400 Pro liegt bei 14V. Konkret beginnt das System bereits dann Energie zu ernten, wenn das Licht noch schwach ist – im Morgengrauen, am späten Tag, bei bedecktem Himmel oder nach leichtem Schneefall.

Mikrowechselrichter, deren Schwelle bei rund 16V liegt, bleiben in diesen Bereichen inaktiv. Der Ertragsunterschied bei schlechten Lichtverhältnissen beträgt rund 12,5% zugunsten der niedrigen Anlaufspannung. Übers Jahr gerechnet – in Deutschland sind wirklich klare Tage von Oktober bis März in der Minderzahl – summieren sich diese Vorteile zu einem spürbaren Plus.

14V Niederspannungsstart des SolarFlow 2400 Pro

Ein gesamter Solareingang von 4800W

Der 2400 Pro beschränkt sich nicht auf Gleichstrom. Er nimmt auch den Wechselstrom-Überschuss einer bereits bestehenden Anlage auf, wodurch sein kumulierter PV-Eingang auf 4800W steigt – 3000W direkt über die MPPT-Tracker, ergänzt durch die AC-Kopplung.

Das ist die vollständigste Konfiguration der Baureihe: Ihre alten Module speisen den Speicher weiterhin über den vorhandenen Wechselrichter, während sich neue Module direkt anschließen lassen.

SolarFlow 2400 Pro installiert in einem Garten mit bodenmontierten Solarmodulen und einem Elektroauto
Direkter Solareingang

SolarFlow 2400 Pro

Die vollständige Konfiguration, um Ihre eigenen Module anzuschließen und deren Ertrag ohne Zwischenstufe zu speichern.

  • 4 unabhängige MPPT-Tracker, 3000W direkter PV-Eingang, bis zu 8 Module
  • Gesamter Solareingang von 4800W durch Kombination von Direktanschluss und AC-Kopplung
  • Niedrige Anlaufspannung von 14V, um schon bei schwachem Licht Strom zu erzeugen
  • Bidirektionale AC-Leistung von 2400W, Kapazität von 2,4 bis 16,8kWh
  • Notstromausgang 2400VA, IP65, ZenGuard™-Sicherheit
SolarFlow 2400 Pro →

SolarFlow 2400 AC+: die AC-Kopplung, um ein vorhandenes Dach aufzuwerten

Kein Eingriff in Ihre bestehende Anlage

Der SolarFlow 2400 AC+ arbeitet mit Wechselstromkopplung. Er wird Ihrem Wechselrichter nachgeschaltet, überwacht den Überschuss, der ins Netz fließen würde, nimmt ihn über seinen AC-Anschluss auf und gibt ihn am Abend wieder ab.

Am Dach ist also nichts zu ändern: keine Gleichstromverkabelung anzupassen, kein Wechselrichter auszutauschen, kein Eingriff in die Modulstränge. Die Kompatibilität mit den Wechselrichtern am Markt ist vollständig, ganz gleich ob Mikrowechselrichter von Enphase, Strangwechselrichter von SMA, Fronius, Huawei oder Hybridsysteme.

Die Inbetriebnahme dauert nur Minuten: auspacken, einschalten, in der App hinzufügen, mit WLAN oder per RJ45 verbinden.

Das richtige Werkzeug für eine ungenutzte PV-Anlage

Hunderttausende Haushalte in Deutschland haben Photovoltaik ohne Speicher installiert, zu einer Zeit, als sich ein Speicher wirtschaftlich noch nicht lohnte. Das Verhältnis hat sich umgekehrt: Die Einspeisevergütung für den Überschuss ist geschrumpft, während der Preis für Netzstrom gestiegen ist.

Der SolarFlow 2400 AC+ wurde genau für diese Situation entwickelt – um einen bereits vorhandenen Wert zurückzuholen, der derzeit ins Netz abfließt. Unser Ratgeber zur Steigerung des Eigenverbrauchsanteils erklärt Ihnen diese Optimierung Ihrer Stromrechnung genauer.

SolarFlow 2400 AC+
Nachrüst-Kompatibilität

SolarFlow 2400 AC+

Der AC-gekoppelte Speicher, der sich in eine bereits laufende Photovoltaikanlage einfügt.

  • 100 % kompatibel mit vorhandenen Wechselrichtern und Mikrowechselrichtern
  • Anschluss an eine normale Haushaltssteckdose, ohne Änderung der Verkabelung
  • Bidirektionale AC-Leistung von 2400 W, Kapazität von 2,4 bis 16,8kWh
  • Notstromausgang 2400VA, Umschaltung in unter 15ms
  • IP65, Selbstheizung, ZenGuard™-Sicherheit, 10 Jahre Garantie
SolarFlow 2400 AC+ →

Vergleichstabelle der technischen Daten

Kriterium

SolarFlow 2400 Pro

SolarFlow 2400 AC+

Direkter PV-Eingang (DC)

3000W – 4 MPPT (4 × 750W)

Nein

Direkt anschließbare Module

Bis zu 8

MPPT-Anlaufspannung

14V

Gesamter PV-Eingang (DC + AC-Kopplung)

4800W

2400W (AC)

Basiskapazität

2,4kWh

2,4kWh

Maximal erweiterbare Kapazität

16,8kWh (5 × AB3000L)

16,8kWh (5 × AB3000L)

Bidirektionale AC-Leistung

800W (Standard) / 2400W (Premium)

800W (Standard) / 2400W (Premium)

Maximaler AC-Eingang (Netzanschluss)

3200W

3200W

Notstromausgang

2400VA (3200W mit Netzunterstützung)

2400VA (3200W mit Netzunterstützung)

Umschaltzeit bei Stromausfall

< 15ms

< 15ms

Zelltyp

LiFePO₄ (48V / 50Ah)

LiFePO₄ (48V / 50Ah)

Lebensdauer

6000+ Zyklen

6000+ Zyklen

Schutzart

IP65

IP65

Betriebstemperaturbereich

-20 °C bis 55 °C

-20 °C bis 55 °C

Abmessungen (H × B × T)

326 × 294 × 251mm

326 × 294 × 251mm

Gewicht (Basismodul)

27,8kg

27,4kg

RJ45-Anschluss / WLAN / Bluetooth

Ja

Ja

HEMS, ZENKI-Modus, MQTT

Ja

Ja

Garantie

10 Jahre

10 Jahre

Zeile für Zeile gelesen sagt diese Tabelle eine einfache Sache: Abgesehen von den ersten vier Zeilen sind die beiden Spalten austauschbar. Gleiches Gehäuse, gleiche Chemie, gleiche Wechselstromelektronik, gleiche Software. Der Unterschied von 400 Gramm zwischen den beiden Modulen entspricht der zusätzlichen MPPT-Hardware des 2400 Pro.

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Experten-Tipp

Ein direkter Gleichstromanschluss vermeidet einen Umweg über zwei Umwandlungen: Die Energie der Module durchläuft die Elektronik nur ein einziges Mal, bevor sie gespeichert wird. Bei der AC-Kopplung wird sie vom Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt und dann erneut in Gleichstrom, um in den Speicher zu gelangen. Jeder Schritt kostet ein paar Prozentpunkte Wirkungsgrad. Das ist kein Mangel der AC-Kopplung – gerade dieser Umweg über den Wechselstrom macht sie unabhängig von der Marke Ihres Wechselrichters. Der Wirkungsgrad wird mit Kompatibilität erkauft, und bei einem bereits bestückten Dach ist diese Kompatibilität die verlorenen Prozentpunkte allemal wert.

Was die beiden Speicher gemeinsam haben

2400W bidirektional und eine Kapazität von 2,4 bis 16,8kWh

Beide Modelle liefern dieselbe Wechselstromleistung in beide Richtungen. Beim Laden nehmen sie den Überschuss schnell auf, was bei den Produktionsspitzen zur Mittagszeit zählt, die nur wenige Stunden dauern.

Beim Entladen decken 2400W die Abendspitze eines gewöhnlichen Haushalts: Eine Waschmaschine mit 1200W und ein Wasserkocher mit 1000W laufen gleichzeitig, ohne dass das Netz beansprucht wird. Viele Konkurrenzsysteme sind bei rund 1200W gedeckelt und zwingen dazu, die Differenz zum Spitzentarif nachzukaufen.

Bei der Kapazität starten beide bei 2,4kWh und wachsen durch Stapeln von fünf AB3000L-Speichern mit je 2,88kWh auf 16,8kWh. Der Ausbau erfolgt Modul für Modul, im Takt Ihres Budgets.

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Zu beachten

Beide Modelle verlassen das Werk auf 800W Einspeiseleistung eingestellt. Der Wechsel in den Premium-Modus mit bis zu 2400W gehört zu den Produkteigenschaften und ist keine frei wählbare Einstellung: Seine Aktivierung muss die für Ihre Anlage geltenden Vorschriften einhalten und von einer qualifizierten Fachkraft vorgenommen werden.

Ein identischer Notstromausgang

Jedes Modell verfügt über eine eigene Notstromsteckdose, die bei einem Ausfall in weniger als 15 Millisekunden übernimmt. Sie liefert 2400VA – genug, um einen Kühlschrank, den Internetrouter, die wichtigste Beleuchtung und ein medizinisches Gerät am Laufen zu halten.

Bei vorhandenem Netz steigt genau dieser Ausgang im unterstützten Betrieb auf 3200W. Zwei Modi stehen zur Verfügung: ein Normalmodus, der die Stromversorgung nie unterbricht und für den Kühlschrank geeignet ist, sowie ein Sparmodus, der sich nach zwei Stunden ohne erkannte Last abschaltet.

Dasselbe Energie-Gehirn

Beide Modelle nutzen dasselbe  HEMS-Energiemanagementsystem mit denselben drei Modi Zenki, Auto und Expert. Der ZENKI-Modus verknüpft Sonnenprognosen, Ihre Verbrauchsgewohnheiten und die Strompreise und legt die Lade- und Entladefenster automatisch fest. Für Nutzer mit dynamischen Stromtarifen steigert der ZENKI-Modus die Kostenersparnis um rund 73%.

Zendure HEMS

Beide Modelle teilen zudem eine Reihe gemeinsamer Funktionen: die Anbindung an die Daten von über 840 europäischen Energieversorgern, die Unterstützung des MQTT-Protokolls für Home Assistant und Homey, die Kompatibilität mit Geräten von Shelly, EverHome und Homewizard sowie die Steuerung von über 5000 Wärmepumpenmodellen.

Dieselbe Sicherheitsarchitektur

Beide Speicher beruhen auf LiFePO₄-Zellen und auf dem ZenGuard™-System, das in drei Ebenen aufgebaut ist: ein doppeltes BMS, das Spannung, Strom und Temperatur sowohl lokal als auch in der Cloud überwacht, ein Selbstheizmodul, das das Laden unter 0 °C erlaubt, und ein Löschsystem mit kondensiertem Aerosol, das bei einer schweren thermischen Störung um 170 °C auslöst.

Die Schutzart IP65 und der Temperaturbereich von -20 °C bis 55 °C erlauben eine Aufstellung im geschützten Außenbereich, in einer unbeheizten Garage oder im Technikraum, ganz ohne besondere Vorkehrungen.

Über den Hausgebrauch hinaus: beide Modelle im mobilen Einsatz

Die Schutzart IP65, der Bereich von -20 °C bis 55 °C und die eigene Notstromsteckdose erlauben es beiden Modellen, das Haus zu verlassen. Camping, ein Wochenende im Wohnmobil, ein nicht angeschlossenes Nebengebäude, eine abgelegene Baustelle: Die mobilen Einsätze sind real, verteilen sich aber nicht gleich auf die beiden Modelle.

Im Wohnmobil: die Frage der MPPT-Tracker stellt sich neu

Fernab des Netzes tritt der Unterschied zwischen den beiden Modellen in noch deutlicherer Form zutage. Es gibt weder einen Dachwechselrichter noch eine Steckdose an der Wand: Die einzige verfügbare Quelle ist die Sonne, direkt.

Der SolarFlow 2400 Pro schließt daher Wohnmobil-Dachmodule oder faltbare Module direkt an seine MPPT-Eingänge an, ohne zwischengeschalteten Mikrowechselrichter. Sein Spannungsbereich von 14 bis 55V und seine 18A pro Strang decken die gängigsten mobilen Modulkonfigurationen ab. Prüfen Sie einfach, dass die Leerlaufspannung Ihres Strangs unter 55V bleibt, bevor Sie ihn anschließen.

Die niedrige Anlaufspannung entfaltet hier ihren vollen Sinn: im Unterholz, am Talgrund oder im flachen Licht des späten Tages läuft die Ernte weiter, wo eine höhere Schwelle bereits aussteigen würde. Bei einem mehrtägigen Biwak entscheiden diese Vorteile über die Autarkie.

Der SolarFlow 2400 AC+ hat keinen Gleichstromeingang: unterwegs dient er als Reserve, die man vor der Abfahrt oder an der Anschlusssäule eines ausgestatteten Stellplatzes auflädt. Für ein Wochenende oder einen Aufenthalt auf einem Campingplatz mit Stromanschluss reicht das reichlich. Für eine lange Route in vollständiger Autarkie ist der 2400 Pro das dafür geschaffene Modell.

Notstromausgang: was 2400VA wirklich versorgen

In diesem Punkt sind die beiden Modelle strikt gleichwertig. Ihre Notstromsteckdose liefert 2400VA – genug, um eine Kühlbox, einen Abendstrahler, die Lagerbeleuchtung und eine Kaffeemaschine gemeinsam zu betreiben.

Eine praktische Feinheit dennoch: Dieser Notstromausgang hat nur eine einzige Steckdose. Um mehrere Geräte gleichzeitig zu versorgen, greifen Sie zum Zendure 6-in-1 Power Strip Cube, einer Mehrfachsteckdose, die sich direkt an die Notstromsteckdose der SolarFlow-Speicher anschließen lässt. Sie vervielfacht den Ausgang zu mehreren Schuko-Steckdosen und ergänzt einen USB-C-Anschluss mit 67W. Die Grenze aber bleibt unverändert: 2400VA insgesamt, egal wie viele Geräte angeschlossen sind.

zendure powerstation für wohnmobil

Ein Hinweis ist dennoch nötig: Die weiter oben genannten 3200W entsprechen einem netzunterstützten Betrieb. Beim Biwak, ohne externe Quelle, ist der maßgebliche Wert 2400VA.

Auch die beiden Notstrom-Modi werden im Freien konkret nützlich. Der Normalmodus unterbricht die Versorgung nie – er ist der für den Kühlschrank, der die Nacht durchhalten muss. Der Sparmodus stoppt nach zwei Stunden ohne erkannte Last, was verhindert, dass sich der Speicher während eines Wandertags unnötig entleert.

Und schließlich erlaubt die Selbstheizung das Laden unter 0 °C: Ein Winteraufenthalt in den Bergen setzt das System nicht außer Gefecht.

Was Sie vor der Abfahrt bedenken sollten

Sprechen wir Klartext beim Format: Mit 27,8kg beim 2400 Pro und 27,4kg beim 2400 AC+ handelt es sich nicht um Powerstationen, die man mit einer Hand trägt. Es sind Blöcke, die man in einen Kofferraum oder Stauraum lädt und vor Ort wieder absetzt.

Planen Sie einen stabilen Stellplatz und einen Spanngurt ein: Keiner von beiden ist dafür ausgelegt, sich während der Fahrt frei zu bewegen, und die Erweiterungsspeicher dürfen während der Fahrt nicht ungesichert gestapelt bleiben.

Die Schutzart IP65 steckt Regen und Staub weg, doch ein schattiger Platz ist im Hochsommer vorzuziehen, einfach um den Temperaturanstieg zu begrenzen.

Welches Modell für welches Profil?

Der SolarFlow 2400 Pro passt zu Ihrer Situation, wenn …

  • Sie bei null anfangen und Module und Speicher gleichzeitig kaufen.
  • Sie Module auf einem Balkon, einer Terrasse, im Garten oder an einem Carport ergänzen möchten, ohne einen zusätzlichen Mikrowechselrichter zu benötigen.
  • Ihre künftigen Module unterschiedliche Ausrichtungen haben werden oder einige im Tagesverlauf teilweise verschattet werden.
  • Sie in einer im Winter sonnenarmen Region wohnen und der Ertrag bei schwachem Licht bei Ihrer Rechnung ins Gewicht fällt.
  • Sie bereits eine kleine Anlage besitzen und sie um direkt angeschlossene Module ergänzen möchten.
  • Sie regelmäßig unterwegs sind und mobile Module anschließen möchten, um mehrere Tage autark zu bleiben.

Der vollständige Produktratgeber zum SolarFlow 2400 Pro erläutert die Logik der Energieflüsse und die Einrichtung der MPPT-Tracker im Detail.

Der SolarFlow 2400 AC+ passt zu Ihrer Situation, wenn …

  • Ihre Photovoltaikanlage auf dem Dach liegt und bereits hinter einem Wechselrichter läuft.
  • Sie keinerlei Eingriff in die Gleichstromverkabelung oder am Dach wünschen.
  • Ihr Überschuss derzeit zu einer Einspeisevergütung ins Netz fließt, die Sie als enttäuschend empfinden.
  • Sie den kürzesten Weg zwischen Kauf und Inbetriebnahme suchen, bei überschaubarem Einstiegspreis.
  • Sie Ihren aktuellen Wechselrichter behalten möchten, egal welcher Marke.
  • Ihr Einsatz überwiegend im Haushalt bleibt, mit ein paar gelegentlichen Ausflügen, bei denen der Speicher geladen mitfährt.

Der vollständige Produktratgeber zum SolarFlow 2400 AC+ geht ausführlich auf die Funktionsweise der AC-Kopplung und auf Strategien zur Tarifoptimierung ein.

Der Grenzfall: ein bestücktes Dach und Module zum Ergänzen

Eine Situation kommt häufig vor: Ihr Dach produziert bereits, aber Sie möchten ein paar Module auf dem Boden oder auf einem Gartenhaus ergänzen, ohne einen zweiten Mikrowechselrichter zu kaufen.

Das ist der einzige Fall, in dem die Antwort nicht sofort feststeht, und hier setzt sich der 2400 Pro durch. Seine MPPT-Tracker nehmen die neuen Module direkt auf, während sein Wechselstromeingang weiterhin den Überschuss des bestehenden Dachs erfasst – beide Quellen speisen denselben Speicher, unter derselben Steuerung.

Für die MPPT-Stufe zu zahlen ergibt nur Sinn, wenn Sie sie auch nutzen wollen. Ist kein zusätzliches Modul geplant, bliebe diese Hardware ungenutzt, und der 2400 AC+ bleibt die vernünftige Wahl.

Fazit

Der SolarFlow 2400 Pro und der SolarFlow 2400 AC+ stehen nicht über- oder untereinander. Sie besetzen zwei verschiedene Zeitpunkte eines Solarprojekts: Der eine begleitet die Installation von Modulen, der andere wertet einen bereits vorhandenen Ertrag auf. Dieselbe Logik gilt außerhalb des Hauses, wo der eine dank seiner Solareingänge autark bleibt und der andere als vorab geladene Reserve mitreist.

Ist die Energie erst einmal gespeichert, verhalten sich die beiden exakt gleich – gleiche Leistung, gleiche Autarkie, gleiche Steuerungsintelligenz, gleiches Sicherheitsniveau, gleiche 10 Jahre Garantie. Die Wahl betrifft also nie die Qualität, sondern einzig die Art, wie der Solarstrom in den Speicher gelangt.

FAQ

Was ist der wahre Unterschied zwischen dem SolarFlow 2400 Pro und dem SolarFlow 2400 AC+?

Nur einer: der direkte PV-Eingang. Der 2400 Pro verfügt über vier MPPT-Regler, die 3000W direkt angeschlossener Module aufnehmen, wodurch sein gesamter Solareingang durch die Kombination von Direktanschluss und AC-Kopplung auf 4800W steigt. Der 2400 AC+ hat keine MPPT-Stufe und erfasst nur den Wechselstrom-Überschuss einer bestehenden Anlage, bis maximal 2400W. Kapazität, Ausgangsleistung, Notstromreserve, App, Sicherheit und Garantie sind bei beiden Modellen exakt identisch.

Ist der SolarFlow 2400 Pro ein höherwertigeres Modell als der 2400 AC+?

Nein, und das ist eine häufige Verwechslung. Der Zusatz „Pro“ bezeichnet hier das Vorhandensein der PV-Stufe, nicht eine höhere Ausstattung oder Leistung. Beide Geräte teilen dasselbe Gehäuse, dieselben LiFePO₄-Zellen, dieselbe Wechselstromelektronik und dasselbe HEMS-Managementsystem mit dem ZENKI-Modus. Bei einer bereits mit einem Wechselrichter ausgestatteten Anlage brächte der SolarFlow 2400 Pro keinen funktionalen Vorteil gegenüber dem SolarFlow 2400 AC+.

Kann ich Solarmodule direkt an den SolarFlow 2400 AC+ anschließen?

Nein, er besitzt keinen Gleichstromeingang. Um neue Module an einen 2400 AC+ anzuschließen, ist ein Mikrowechselrichter nötig, der ihren Ertrag in Wechselstrom umwandelt; der Speicher erfasst ihn anschließend über seinen AC-Anschluss. Wenn Sie planen, Module zu installieren, erspart Ihnen der SolarFlow 2400 Pro dieses Zwischengerät und die damit verbundenen Kosten.

Funktionieren diese Speicher mit jedem beliebigen Dachwechselrichter?

Ja. Die AC-Kopplung erfolgt dem Wechselrichter nachgeschaltet, im Wechselstromkreis des Hauses, wodurch beide Modelle unabhängig von Marke und Typ des installierten Wechselrichters sind – Mikrowechselrichter, Strangwechselrichter oder Hybridsystem. Ein Austausch oder eine Neuprogrammierung Ihres vorhandenen Geräts ist nicht erforderlich.

Lohnt sich ein SolarFlow-Speicher, wenn meine Anlage nur wenig Überschuss erzeugt?

Sein Nutzen nimmt deutlich ab, denn ein Speicher erzeugt keine Energie: Er verschiebt nur zeitlich, was Sie ohnehin schon im Überschuss produzieren. Vergleichen Sie vor einer Investition Ihre Erzeugung zur Tagesmitte mit Ihrem Verbrauch im selben Zeitraum. Ist die Differenz gering, beginnen Sie lieber mit dem Basismodul von 2,4kWh statt mit einer erweiterten Konfiguration. Zu beachten ist allerdings, dass sich beide Modelle auch während der Niedertarifzeiten am Netz laden können, was sich bei eine dynamischen Stromtarif selbst bei geringem Solarüberschuss weiterhin lohnt.

Kann ich diese Speicher zum Camping oder ins Wohnmobil mitnehmen?

Ja, aber nicht auf dieselbe Weise. Der SolarFlow 2400 Pro nimmt mobile oder Dachmodule direkt an seinen MPPT-Eingängen auf und lädt sich damit vollständig autark – das eignet sich für lange Routen. Der SolarFlow 2400 AC+, ohne Gleichstromeingang, fährt geladen von zu Hause los oder lädt an der Anschlusssäule eines ausgestatteten Stellplatzes: Das ist das Format für Wochenenden und Aufenthalte auf Campingplätzen mit Stromanschluss. In beiden Fällen liefert die Notstromsteckdose 2400VA – die angegebenen 3200W setzen eine Netzunterstützung voraus und gelten beim Biwak nicht. Rechnen Sie schließlich mit rund 27kg: Diese Speicher transportiert man im Kofferraum oder Stauraum, nicht von Hand.

Kann ich diese Speicher im Außenbereich aufstellen?

Ja, in beiden Fällen. Die Schutzart IP65 schützt vor Staub und Spritzwasser, und der Betriebsbereich reicht von -20 °C bis 55 °C. Das Selbstheizmodul erhält die Möglichkeit, bei Minustemperaturen zu laden. Ein vor direkter Sonneneinstrahlung geschützter Platz ist dennoch vorzuziehen, um die thermische Belastung im Sommer zu begrenzen.


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