ZenWave mit PV und SolarFlow Speicher

ZenWave mit SolarFlow Speicher, PV und HEMS: So holen Sie das Maximum aus Ihrem Zendure-Energiesystem

Geschrieben von: Luis

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Lesezeit 5 min

Der ZenWave Stromtarif spielt seine größten Stärken aus, wenn er mit Zendure-Hardware kombiniert wird. Insbesondere das Zusammenspiel aus SolarFlow-Speichersystem, PV-Anlage und dem ZENKI-Energiemanager macht aus einem dynamischen Tarif ein vollständig optimiertes Energiesystem.

Das Prinzip: ZenWave liefert die dynamischen Börsenpreise. ZENKI analysiert Preise, Wetter und Ihren Bedarf in Echtzeit. SolarFlow speichert günstigen Strom und stellt ihn in teuren Phasen bereit. Das Ergebnis ist systematische Energie-Arbitrage für Ihren Haushalt.

In diesem Artikel zeigen wir technisch, wie die einzelnen Komponenten zusammenspielen und welche Optimierungsstrategien ZENKI verfolgt.

Warum passen dynamische Tarife und Batteriespeicher so gut zusammen?

Batteriespeicher sind der Schlüssel, um das volle Potenzial dynamischer Stromtarife auszuschöpfen. Ohne Speicher können Sie Ihren Stromverbrauch nur passiv anpassen (z. B. die Waschmaschine spät nachts laufen lassen). Mit einem Speicher hingegen übernehmen Sie aktiv die Kontrolle über Ihre Stromkosten.

Das Grundprinzip ist denkbar einfach: Bei niedrigen Börsenstrompreisen (etwa nachts bei starkem Wind, wenn die Preise auf wenige Cent fallen oder sogar negativ werden) lädt das System den Akku automatisch mit günstigem Netzstrom. In den teuren abendlichen Spitzenzeiten versorgt der Speicher dann Ihren Haushalt. Die Preisdifferenz dazwischen ist bares Geld, das Sie sparen.

Wie funktioniert der Zenki

Zendure HEMS: Drei Modi für unterschiedliche Anforderungen

HEMS ist der Energiemanager in der Zendure App, der die Optimierung übernimmt. Er bietet drei Betriebsmodi:

➤ ZENKI-Modus

Sie müssen nicht mehr manuell entscheiden, wann der Speicher ge- oder entladen wird. Das intelligente ZENKI-System übernimmt das vollautomatisch basierend auf Echtzeit-Marktpreisen und Wettervorhersagen:

  • Preisprognosen: Erkennt das System, dass der Strompreis morgen Abend auf 35 Cent steigen wird, lädt es den Speicher bereits heute Nacht für günstige 5 Cent voll. 
  • Wetterprognosen: Ist für morgen Sonnenschein vorhergesagt, hält das System clever Speicherkapazität zurück, um bevorzugt den kostenlosen Strom Ihrer eigenen PV-Anlage zu speichern.

➤ Auto-Modus

Automatische Anpassungen für jedes Setup, basierend auf Echtzeitbedingungen für maximale Effizienz. Dieser Modus eignet sich für Nutzer, die eine solide Optimierung wünschen, ohne tief in die Konfiguration einzusteigen.

➤ Experten-Modus

Fortgeschrittene Steuerungs- und Anpassungsmöglichkeiten für Energieenthusiasten. Hier können Sie Lade-/Entladestrategien, Schwellenwerte und Prioritäten individuell definieren. Ideal für technisch versierte Nutzer, die das letzte Prozent an Optimierung herausholen möchten.

ZenWave mit PV-Anlage und Balkonkraftwerk: Die ideale Ergänzung zu Ihrer Solaranlage

Balkonkraftwerk + SolarFlow Speicher: Tagsüber decken Sie Ihre Grundlast ab und speichern den Überschuss. Nachts oder an trüben Tagen kauft ZenWave automatisch günstigen Netzstrom für Sie ein. Ihr selbst erzeugter Ökostrom und der preiswerte Netzstrom ergänzen sich so rund um die Uhr perfekt.

Ein Beispiel: Mit einem SolarFlow 2400 Pro, PV-Modulen in Kombination mit ZenWave können Sie im Idealfall bis zu 2.121 Euro jährlich sparen. Die Amortisationszeit verkürzt sich auf rund 1,88 Jahre. Zum Vergleich: Unter denselben Bedingungen, jedoch ohne intelligentes Speichermanagement, läge die Ersparnis bei lediglich etwa 440 Euro pro Jahr.

Bei einer größeren PV-Anlage (ab 7 kWp) steigt das Potenzial weiter: Sie decken einen großen Teil Ihres Tagesverbrauchs direkt mit eigenem Solarstrom und nutzen ZenWave gezielt für die Stunden, in denen Ihre Anlage nicht genug produziert. ZENKI koordiniert dabei Ihre Solarproduktion, den Speicherstand, Ihren Verbrauch und die aktuellen Börsenpreise in Echtzeit und wählt immer den günstigsten Pfad. Für PV-Anlagen ab 7 kWp ist die Smart-Meter-Installation ohnehin gesetzlich vorgeschrieben und bei ZenWave im Rahmen der aktuellen Aktion kostenfrei enthalten.

ZenWave für Wärmepumpe: Heizkosten durch Preisoptimierung senken

Eine Wärmepumpe ist ein großer, aber gut steuerbarer Verbraucher. Sie arbeitet ohnehin mit Pufferspeichern und kann ihre Laufzeiten teilweise in günstige Stunden verschieben. Mit ZenWave können Sie:

  • Bei niedrigen Börsenpreisen den Pufferspeicher stärker aufladen.
  • Bei hohen Preisen die Wärmepumpe etwas weniger laufen lassen, ohne dass Ihr Zuhause kalt wird.
  • Per App nachvollziehen, wie sich Verbrauch und Preise entwickeln.

Die Voraussetzung ist, dass Ihre Wärmepumpe steuerbar ist, zum Beispiel über Zendure HEMS oder ein angebundenes Energiemanagementsystem. Ab einer Leistung von 4,2 kW sind Smart Meter und ZENKI im Tarifumfang enthalten. Gleichzeitig qualifizieren Sie sich für reduzierte Netzentgelte nach Paragraph 14a EnWG: zwischen 110 und 190 Euro Ersparnis pro Jahr, je nach Netzgebiet.

ZenWave für Wallbox und E-Auto: Laden zum Börsenpreis

Das Laden eines Elektroautos ist ideal für die Optimierung mit dynamischen Tarifen. Im Gegensatz zu vielen anderen Verbrauchern ist das Laden zeitlich flexibel: Das Auto steht oft stundenlang an der Wallbox, während nur ein Bruchteil der Zeit zum Laden gebraucht wird. ZENKI kann den Ladevorgang automatisch in die günstigsten Viertelstunden legen, häufig in die Nachtstunden, wenn Windstrom den Preis drückt.

Technisch setzt das eine steuerbare Wallbox voraus, die über die Zendure-Plattform oder ein kompatibles Energiemanagementsystem angebunden ist.

Smart Meter: Die Voraussetzung für volle Optimierung

Ein intelligentes Messsystem (iMSys) ist der Schlüssel zur vollen Ausschöpfung des Sparpotenzials. Es erfasst Ihren Verbrauch viertelstundlich und übermittelt die Daten automatisch. Damit wird Ihr Verbrauch viertelstundenscharf abgerechnet und Sie profitieren maximal von der ZENKI-Optimierung.

iMSys smart meter

Drei Zählertypen im Überblick:

  • Konventionelle Messeinrichtung (kME): Klassischer Ferraris-Zähler (analog). Funktioniert mit ZenWave, aber ohne viertelstundliche Abrechnung.
  • Moderne Messeinrichtung (mME): Digitaler Zähler mit Display, aber ohne Kommunikationsmodul. Wie kME: funktioniert, aber ohne volle Optimierung.
  • Intelligentes Messsystem (iMSys): Kombination aus moderner Messeinrichtung und Smart-Meter-Gateway (SMGW). Ermöglicht viertelstundenscharfe Abrechnung und volle ZENKI-Optimierung.

Die Installation eines iMSys können Sie unkompliziert über Zendure beantragen. Im Rahmen der aktuellen Aktion ist sie kostenfrei. Nach der Installation kann es einige Wochen dauern, bis der Messstellenbetreiber den Einbau offiziell bestätigt und die Verbrauchsdaten für die Abrechnung genutzt werden können.

Nachhaltigkeit als Nebeneffekt der Optimierung

Ein oft übersehener Vorteil: Wenn Sie Ihren Verbrauch mithilfe von ZENKI in günstige Zeiten verschieben, handeln Sie gleichzeitig netzdienlich.

Günstige Börsenpreise korrelieren mit hoher Einspeisung erneuerbarer Energien. Wenn Sie in diesen Phasen laden, nutzen Sie überproportional viel Wind- und Solarstrom. Die Netzbelastung wird reduziert, weil Lastspitzen geglättet werden. Weniger Spitzen bedeuten weniger fossile Reservekraftwerke. Mit einem SolarFlow-System sind CO2-Einsparungen von bis zu 5.612 kg pro Jahr möglich.

Maximale Ersparnis führt bei ZenWave automatisch zu maximalem Beitrag für die Energiewende.

FAQ: ZenWave mit Zendure-Hardware optimal nutzen

Lohnt sich ZenWave für Kunden mit PV-Anlage oder Balkonkraftwerk?

Ja. Der Tarif ergänzt Ihre PV-Anlage oder Ihr Balkonkraftwerk ideal: Gerade nachts oder in den Wintermonaten, wenn Ihre Anlage wenig oder gar keinen Strom produziert, sind die Börsenpreise oft sehr niedrig, zeitweise sogar negativ, weil viel Windstrom im Netz ist. Ihr Speicher kann dann zu günstigen Preisen laden. Dank dem ZENKI-Energiemanager werden alle Verbraucher intelligent optimiert und nutzen jederzeit die günstigste verfügbare Energiequelle.

Welche Zendure-Geräte sind mit ZenWave kompatibel?

Alle aktuellen Zendure SolarFlow-Modelle, insbesondere SolarFlow 2400 Pro, SolarFlow 2400 AC+ und SolarFlow 1600 AC+. Die Steuerung erfolgt über die Zendure App mit dem integrierten ZENKI-Energiemanager.

Wie funktioniert die ZENKI-Optimierung technisch?

ZENKI analysiert die Day-Ahead-Preise der EPEX Spot (verfügbar ab 14 Uhr für den Folgetag), Wetterprognosen für Ihre PV-Anlage und Ihr individuelles Verbrauchsprofil. Daraus erstellt der Algorithmus einen optimalen Lade-/Entladeplan für Ihren Speicher und koordiniert steuerbare Verbraucher wie Wärmepumpe und Wallbox.

Brauche ich einen Smart Meter für die volle Optimierung?

Für die volle Ausschöpfung des Sparpotenzials ja. Ein iMSys ermöglicht viertelstundenscharfe Abrechnung und damit die maximale Vergütung Ihres optimierten Verbrauchs. Ohne iMSys wird nach Standardlastprofil abgerechnet. Die Installation ist über Zendure aktuell kostenfrei beantragbar.

Welche Risiken gibt es bei einem dynamischen Stromtarif?

Da sich der Arbeitspreis direkt an den Börsenstrompreisen orientiert, kann er in Zeiten hoher Nachfrage oder knappem Angebot vorübergehend steigen, zum Beispiel an kalten Winterabenden oder bei Dunkelflaute. In solchen Phasen kann der dynamische Tarif auch deutlich teurer sein als ein klassischer Fixpreistarif. Das Risiko lässt sich jedoch reduzieren: Wer verbrauchsintensive Geräte flexibel in günstige Preisphasen verschiebt, kann langfristig von den Vorteilen dynamischer Preise profitieren. Haushalte sollten dennoch abwägen, ob ein dynamischer Tarif zu ihrem Nutzungsverhalten passt – eine garantierte Ersparnis gibt es nicht.