Zwischen November und Februar liefern Solarmodule nur noch einen Bruchteil ihres Sommerertrags. Für den Stromspeicher heißt das: Er wird abends geleert, tagsüber kaum wieder gefüllt und hängt oft wochenlang an seiner unteren Entladegrenze.
Wer seine Photovoltaik-Batterie im Winter schützen will, braucht deshalb vor allem die richtigen Einstellungen. Die Kurzantwort: untere Entladegrenze auf 30 Prozent, Netzladung als Sicherheitsnetz einplanen, den Akku regelmäßig einmal ganz vollladen und die Ausgangsleistung an den tatsächlichen Verbrauch koppeln.
Doch warum rutscht der Ladestand überhaupt so tief? Was richtet eine Tiefentladung an, und wie sieht der Betrieb im Dezember konkret aus? Die folgenden Schritte gelten für LiFePO4-Speicher und nennen die Werte am Beispiel des SolarFlow 2400 Pro.
Warum bleibt der Akku im Winter dauerhaft auf niedrigem Ladestand?
Im Sommer übersteigt der Solarertrag den Verbrauch des Haushalts über viele Stunden. Im Winter kehrt sich das um: Schon die Grundlast aus Kühlschrank, Router und Heizungspumpe nimmt den Modulen tagsüber die wenigen Watt ab, die sie liefern. Ein Überschuss, der in den Akku fließen könnte, entsteht kaum noch. Gleichzeitig geht die Entnahme weiter:
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Lange Abende: Im Dezember liegen zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang rund 16 Stunden, in denen der Speicher den Haushalt versorgt, bis die eingestellte Entladegrenze erreicht ist.
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Eigenverbrauch: Batteriemanagement, Elektronik und Funkmodule brauchen auch im Leerlauf Strom.
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Driftende Anzeige: Wird der Akku wochenlang nicht voll, verliert die Ladestandsberechnung an Genauigkeit.
Was richtet eine Tiefentladung beim LFP-Akku an?
LiFePO4-Zellen gelten als robust und langlebig. Kritisch wird es, wenn der Ladestand lange am unteren Ende verharrt und kein Strom nachkommt. Dann drohen 2 Folgen, die sich gegenseitig verstärken:
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Abschaltung durch das BMS: Normalerweise stoppt das Batteriemanagementsystem (BMS) die Entladung, sobald der Ladezustand auf 5 % sinkt. Sinkt die Spannung trotzdem zu weit, etwa weil über Tage kein Strom nachkommt, kann der Akku die Funktion einstellen.
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Kapazitätsverlust: Grundsätzlich führt ein dauerhaft niedriger Ladezustand zu irreversiblen Schäden und verkürzt die Lebensdauer des Akkus.
Wie eine Tiefentladung eines Akkus chemisch abläuft und warum sie sich nicht einfach rückgängig machen lässt, erklärt unser eigener Ratgeber ausführlich.
Welche minimale SoC solltest du im Winter einstellen?
Für Geräte mit bidirektionalem AC-Laden, genannt werden SolarFlow 2400 Pro, SolarFlow 2400 AC+, SolarFlow 1600 AC+, Hyper 2000, SolarFlow 800 und SolarFlow 2400 AC, empfiehlt Zendure eine minimale SoC von 30 Prozent. Für Geräte ohne AC-Ladung wie Hub 1200 und Hub 2000 sind es 50 Prozent.bei Alo 2400 kann der höchste SOC-Entlade-SSchwellenwert 30% betragen, daher wird empfohlen, den minimalen SOC auf 30% zu setzen.
| Situation |
Entladegrenze |
Ladegrenze |
| Netzladung erlaubt, Smart Meter vorhanden |
30 % |
100 % |
| Netzladung ausgeschaltet |
50 % |
100 % |
| Erweiterungsakku eingelagert |
auf 30 % entladen, alle 3 Monate auf 60 % nachladen |
Warum nicht 10 Prozent, wie im Sommer? Weil die Untergrenze im Winter als Reserve dient. 30 Prozent von 2,4 kWh sind 720 Wh, die für mehrere sonnenarme Tage Eigenverbrauch und Ungenauigkeiten der Anzeige abfangen. Die obere Grenze gehört dagegen auf 100 Prozent, damit das System bei Gelegenheit vollladen kann.
Beide Grenzen und das Zeitfenster für die automatische Kalibrierung findest du unter „Akkueinstellung“. Läuft das Gerät über das Energiemanagement HEMS, durch dessen Einrichtung die App nach dem Hinzufügen automatisch führt, liegt dieser Punkt in den Systemeinstellungen des Energiesystems; die manuellen Geräteeinstellungen sind dann gesperrt.
Solltest du die Netzladung im Winter aktivieren?
Ja, als Sicherheitsnetz. Im Dezember bringen die Module den Akku oft wochenlang nicht auf 100 Prozent. Netzstrom ist dann der einzige Weg, die Untergrenze zu halten, den Akku zur Kalibrierung einmal ganz zu füllen und die Ladung alle drei Monate sicherzustellen. Zudem nutzt das Zendure SolarFlow 2400 Pro bei Frost neben Solar- auch Netzstrom, um den Akku aufzuheizen. In der App stehen dafür drei Wege offen:
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Netz-Eingangsmodus: Bei ausgeschaltetem HEMS-Schalter legst du in den Geräteeinstellungen eine feste AC-Ladeleistung fest, gut geeignet für einen gezielten Vollladetag.
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Basislastplan: Im Basislastmodus folgt das System einem Plan mit bis zu zehn Lade- und Entladeaufgaben zwischen 0 und 24 Uhr, etwa einer Ladung in der Nacht.
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Strompreis-Modus: Mit einem dynamischen Stromtarif lädt das Energiemanagement automatisch in günstigen Stunden und entlädt in teuren.
Tipp: Wer erst im Winter auf den ZENKI-Modus umstellt, sollte die Lernphase einplanen. Bei der erstmaligen Nutzung des Zenki-Modus benötigt die KI 7 Tage zur Datensammlung für Vorhersagen. In dieser Phase ist der Zenki-Modus ein "Nur-Ausgabe"-Modus. Er passt die Ausgangsleistung basierend auf der intelligenten CT-Erkennung der Haushaltslast an, lädt den Akku jedoch nicht auf.
Lohnt es sich, die Ausgangsleistung im Winter zu senken?
Eine niedrigere Ausgangsleistung spart keinen Strom. Was der Speicher nicht abgibt, bezieht der Haushalt aus dem Netz. Sinnvoll sind deshalb gezielte Anpassungen statt einer pauschalen Drosselung.
Der wichtigste Hebel ist der Smart Meter. Ist ein Smart Meter, ein Smart CT oder ein Zählerleser eingebunden, folgt die Abgabe im Auto- oder Smart-Meter-Modus dem gemessenen Verbrauch, statt nach dem Basislastplan fest 200 W zu liefern. Nachts, wenn nur die Grundlast läuft, entnimmt der Speicher dann nur so viel, wie tatsächlich gebraucht wird, und kommt deutlich länger aus.
Ein zweiter Hebel betrifft sonnige Tage nach einer langen trüben Phase. Steht der Akku seit Tagen an der Entladegrenze, kannst du die maximale Ausgangsleistung in der Sicherheitseinstellung des HEMS für diesen Tag stark senken. Was die Module darüber hinaus liefern, fließt dann in den Akku statt direkt ins Haus, und der Akku füllt sich wieder.
Die Off-Grid-Steckdose ist werkseitig deaktiviert. Bei Nutzung im Winter sollte der Eco-Modus aktiviert werden, der das Gerät nach zwei Stunden ohne Last in den Ruhezustand versetzt. Alternativ ist die Steckdose nach der Verwendung manuell auszuschalten.
Wie betreibst du den Speicher im Dezember, wenn die Module kaum liefern?
An trüben Dezembertagen erzeugen Module oft nur wenige hundert Wattstunden. Dann geht es vor allem darum, den Akku sicher bis Februar zu bringen. Dieser Fahrplan hat sich bewährt:
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Firmware aktualisieren: Es wird empfohlen, vor der Nutzung die neueste Firmware zu installieren.
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Grenzen setzen: Entladegrenze 30 Prozent mit Netzladung oder 50 Prozent ohne, Ladegrenze 100 Prozent.
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Regelmäßig vollladen: Alle ein bis zwei Wochen per Netz auf 100 Prozent laden, am besten nachts oder in günstigen Stunden.
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Hauptgerät eingeschaltet lassen: Der Akku des SolarFlow 2400 Pro ist fest verbaut. Bei kalten Temperaturen heizt das Gerät den Akku automatisch auf, was durch ein langsam blinkendes gelbes Licht angezeigt wird. Bitte beachten Sie, dass das Laden nur bei Temperaturen über 0 °C und das Entladen bis zu -20 °C möglich ist.
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Erweiterungsakkus prüfen: Falls die zusätzlichen Akkus im Winter nicht ihre volle Ladekapazität erreichen, sollten sie entfernt und im Innenbereich gelagert werden. Trennen Sie hierzu vorher das Gerät vom Stromnetz sowie von den Solarmodulen und schalten Sie es aus, indem Sie die Power-Taste sechs Sekunden lang gedrückt halten. Achtung: Die Akkus dürfen niemals während des Ladens oder Entladens entfernt werden.
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Alle paar Tage kontrollieren: Ladestand, Akkutemperatur und Heizhinweis in der App ansehen. Am Gerät zeigt ein langsam rot blinkendes erstes Licht einen Ladestand unter 5 Prozent, gelbes Dauerlicht den Schutzmodus.
Das SolarFlow 2400 Pro kann sowohl im Innen- als auch im Außenbereich installiert werden. Der Standort muss jedoch vor Regen und direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein, weshalb sich für den Außeneinsatz überdachte Bereiche wie ein Carport ideal eignen. Obwohl das Gehäuse die Schutzklasse IP65 erfüllt, wird für eine optimale Leistung ein Betriebstemperaturbereich von 15 bis 30 °C empfohlen. Ein wärmerer Standort kann die Dauer der integrierten Heizfunktion verkürzen.
Häufige Fragen zur Photovoltaik-Batterie im Winter
Sollte man den PV-Speicher im Winter abschalten?
Für ein Gerät mit fest verbautem, selbstheizendem Akku eher nicht. Ein abgeschaltetes System kann den Akku weder heizen noch nachladen, und die Selbstentladung läuft unbemerkt weiter. Wer länger verreist und trotzdem abschalten möchte, hält sich an die Lagerregel des Handbuchs: auf 30 Prozent entladen und alle drei Monate auf 60 Prozent nachladen.
Kann ein LFP-Akku bei Frost geladen werden?
Eine direkte Ladung ist bei kalten Temperaturen nicht möglich. Der zulässige Temperaturbereich für das Laden des SolarFlow 2400 Pro liegt zwischen 0 °C und 55 °C, für das Entladen zwischen -20 °C und 55 °C. Fällt die Temperatur unter den Lade-Schwellenwert, muss das Gerät den Akku zunächst vorheizen. Dieser Heizvorgang benötigt Energie aus den Solarmodulen oder dem Stromnetz. Steht daher an kalten, sonnenlosen Tagen keine Netzladung zur Verfügung, kann der LFP-Akku nicht aufgewärmt werden und eine Ladung findet nicht statt.
Wie lagert man einen Akku im Winter richtig?
- Lagern Sie alle Akkus in einer Umgebung über 10 °C
- Vermeiden Sie die Nutzung des Akkus in Umgebungen unter 0 C
- Es ist untersagt, den AB1000 bei Temperaturen unter 0°C mit anderen Modellen oder Nicht-Zendure-Batterien zu mischen.
- Überprüfen Sie regelmäßig den Ladezustand Ihres Speicherakkus. Wender SOC (State of Charge) unter 5 % fällt und aufgrund von anhaltend fehlenden PV-oder AC-Laden keine Auflodung möglich ist, laden Sie den Aklku bitte manuell auf.
Akku mit niedrigem Ladezustand, aber keine Aufladung möglich, wie kann das Problem behoben werden?
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Akku lädt im Zenki-Modus nicht: Bei der erstmaligen Nutzung des Zenki-Modus benötigt die KI 7 Tage zur Datensammlung für Vorhersagen. In dieser Phase ist der Zenki-Modus ein "Nur-Ausgabe"-Modus. Er passt die Ausgangsleistung basierend auf der intelligenten CT-Erkennung der
Haushaltslast an, lädt den Akku jedoch nicht auf.
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Überschüssige PV-Energie, aber keine Aufladung mõglich: Führen Sie für das SolarFlow 2400 AC ein Firmware-Update durch. Dies ermöglicht es der Haupteinheit, den Akku bei sehr niedrigem Ladezustand aufzuladen, an-statt dauerhaft im Bypass-Modus zu verbleiben. Firmware-Updates für weit-ere Produktmodelle sind ebenfalls in Planung.
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Akku stoppt die Funktion aufgrund zu niedriger Spannung: Bitte reichen Sie ein Support-Ticket zur detaillierten Analyse ein.
Fazit: Mit den richtigen Einstellungen sicher durch den Winter
Damit deine Photovoltaik-Batterie den Winter gut übersteht, kommt es vor allem auf die richtigen Einstellungen an. Mit einer Entladegrenze von 30% (ohne Netzladung 50%) und einer Ladegrenze von 100% schützt du den LiFePO4-Akku wirksam vor einer Tiefentladung. Die Netzladung dient dabei als Sicherheitsnetz.
Lade den Akku alle ein bis zwei Wochen einmal voll. Kopple die Ausgangsleistung über einen Smart Meter an den tatsächlichen Verbrauch, und lass das Hauptgerät eingeschaltet, damit es den Akku bei Frost selbst aufheizen kann. Ein kurzer Blick in die App alle paar Tage genügt, dann bringst du deinen Speicher sicher bis ins Frühjahr, wenn die Module ihn wieder von allein füllen.
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