So steuern Sie Ihren Zendure-Speicher im Winter

Zendure Speicher

Jeden Winter stellen Besitzer von Zendure-Speichern dieselben Fragen:

  • Soll ich den Speicher nachts aus dem Netz laden?
  • Welchen Modus wähle ich in der App?
  • Wie nutze ich ZenWave oder einen anderen dynamischen Stromtarif?
  • Wie viel Energie halte ich für einen Stromausfall zurück?

Die Antwort hängt zuerst von Ihrem Stromtarif ab. Im Sommer füllt die Sonne den Speicher von allein. Im Winter entscheiden Sie oder die App, wann Sie Strom kaufen, wann Sie ihn speichern und wann der Speicher ihn ans Haus abgibt. Ich erkläre Ihnen Schritt für Schritt, wie das geht.

Im Winter arbeitet Ihr Speicher anders

Von Dezember bis Februar liefern Ihre Module viel weniger als im Juli. Ein Balkonkraftwerk mit 800 W kommt dann je nach Wetter auf etwa 0,5 bis 1,5 kWh pro Tag. Gleichzeitig verbraucht das Haus mehr: Licht, Warmwasser, manchmal Heizung.

Das Ergebnis: Fast der gesamte Solarstrom fließt direkt in Ihre Geräte. Es bleibt wenig Überschuss zum Speichern, und der Speicher steht einen großen Teil des Winters auf niedrigem Ladestand. Das ist normal. Seine Aufgabe ändert sich: Er speichert weniger Sonne und hilft Ihnen stärker dabei, den richtigen Zeitpunkt zum Stromkauf zu wählen.

Den Speicher im Winter aus dem Netz laden: Wann lohnt es sich?

Das ist die Frage Nummer eins. Einige Nutzer haben mit einem dynamischen Tarif ausprobiert, den Speicher nachts günstig zu laden und abends den Haushalt daraus zu versorgen. Am Ende hat sich die Stromrechnung kaum verändert, manche haben sogar etwas mehr bezahlt als vorher.

Den Preisunterschied zwischen Nacht und Abend gibt es durchaus. Das Problem liegt woanders: Der Speicher verliert einen Teil des Stroms, den er aufnimmt, und diesen verlorenen Strom haben Sie bezahlt. Der Preisabstand muss also groß genug sein, um diese Verluste auszugleichen.

Der Preisabstand muss die Verluste decken

Ein Speicher gibt nie 100 % von dem zurück, was er aufnimmt. Zwischen Laden, Entladen und Elektronik gehen pro Durchlauf meist 10 bis 15 % verloren, bei kleiner Leistung mehr. Dazu kommt der Verschleiß: Jeder Zyklus zählt bei der Lebensdauer des Akkus mit.

Nehmen wir einen dynamischen Tarif und die Börsenpreise des letzten Winters (Dezember 2025 bis Februar 2026). Für diese Rechnung gilt:

  • Strompreis in den drei günstigsten Stunden des Tages, meist nachts: rund 29,5 ct/kWh;
  • Strompreis in der Abendspitze von 17 bis 21 Uhr: rund 35,0 ct/kWh;
  • beide Preise enthalten rund 21 Cent Netzentgelte, Steuern, Umlagen und Gebühren pro kWh;
  • Wirkungsgrad des Speichers über einen Durchlauf: 85 %;
  • verschobene Energie: 5 kWh pro Tag, an 120 Wintertagen.

Um abends 1 kWh abzugeben, muss der Speicher nachts 1,18 kWh kaufen, also für 34,7 Cent. Sie sparen damit nur rund 0,3 Cent pro verschobener kWh. Über den Winter sind das kaum 2 €, noch vor dem Verschleiß.

Der Grund: Netzentgelte und Steuern zahlen Sie auch auf den verlorenen Strom. Unter 84 % Wirkungsgrad verlieren Sie an einem solchen Tag Geld (29,5 ÷ 35,0). In der Praxis sollten Sie einen Abstand von mindestens 25 bis 30 % zwischen Kaufpreis und vermiedenem Preis anpeilen, damit Verluste und Verschleiß gedeckt sind. Ein durchschnittlicher Wintertag liegt mit rund 16 % deutlich darunter.

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Gut zu wissen

Der Wirkungsgrad im Datenblatt wird bei guter Leistung gemessen. Wenn der Speicher im Winter die ganze Nacht 150 W an Kühlschrank und Router liefert, geht ein fester Teil der Energie für die Elektronik drauf. Ihren echten Wirkungsgrad ermitteln Sie über einen ganzen Monat: Vergleichen Sie, was der Speicher aufgenommen und was er abgegeben hat, mit gleichem Ladestand am Anfang und am Ende.

Was das für Ihren Tarif bedeutet

Ihr Tarif Abstand zwischen günstigem und teurem Preis Im Winter aus dem Netz laden?
Festpreis-Tarif (im Schnitt 37,0 ct/kWh) Keiner Nein: Der Speicher lädt nur mit Sonne
Dynamischer Tarif, normaler Wintertag (29,5 / 35,0 ct) Rund 16 % Nein: Der Abstand deckt die Verluste kaum
Dynamischer Tarif, Tag mit großem Abstand (17 von 91 Tagen im Winter 2025/26) Rund 30 % Ja: Das ist der Fall, der sich lohnt
ZenWave Wie ein dynamischer Tarif, mit 1,59 ct/kWh Servicegebühr Ja, an Tagen mit großem Abstand
Dynamischer Tarif ohne intelligentes Messsystem Nicht nutzbar Nein: Ihr Verbrauch wird nicht nach Uhrzeit abgerechnet

Wie Sie sehen, lohnt sich das Laden aus dem Netz im Winter nicht automatisch. Ein Fall sticht heraus: Tage, an denen die Preise nachts stark fallen. Wie Sie diese Tage mit ZenWave oder einem anderen dynamischen Tarif nutzen, erkläre ich gleich.

Ein Wort zur letzten Zeile. Ein dynamischer Tarif rechnet nur dann nach Uhrzeit ab, wenn ein intelligentes Messsystem (iMSys) Ihren Verbrauch viertelstundengenau erfasst. Ohne iMSys bringt das Laden in günstigen Stunden auf Ihrer Rechnung nichts, egal wie groß der Preisabstand ist.

Verlauf von Strompreis und Ladestand des Speichers über einen Tag

Mit ZenWave: an den günstigen Tagen gezielt laden, nicht jede Nacht

ZenWave ist der dynamische Stromtarif von Zendure für Deutschland. Sie zahlen den Börsenpreis, eine Servicegebühr von 1,59 Cent pro kWh und eine Grundgebühr von 4,99 € im Monat. Dazu kommen wie bei jedem Tarif Netzentgelte, Steuern und Umlagen.

Im Winter 2025/26 lagen die günstigsten Stunden meist zwischen 2 und 5 Uhr nachts, die teuersten zwischen 17 und 21 Uhr. ZENKI kennt die ZenWave-Preise und plant Laden und Entladen danach. Genau hier kann der Speicher etwas verdienen.

So nutzen Sie die Tage mit großem Preisabstand

Die Börsenpreise für den nächsten Tag stehen am frühen Nachmittag fest. In windigen Nächten fällt der Preis stark, und der Abstand zur Abendspitze wächst. Im letzten Winter war das an 17 von 91 Tagen so, mit rund 9 Cent Abstand an der Börse.

Nehmen wir einen Speicher, der an jedem dieser Tage 5 kWh abgibt. Nach Abzug der Verluste sparen Sie rund 6 Cent pro kWh. Über diese 17 Tage sind das rund 5 €. Größere Ersparnisse bringt ein dynamischer Tarif eher, wenn Sie Verbraucher wie E-Auto oder Wärmepumpe direkt in die günstigen Stunden legen.

In der Zendure App wählen Sie ZenWave in den Strompreis-Einstellungen als Anbieter. Prüfen Sie trotzdem ab und zu, ob die angezeigten Preise zu Ihrer Rechnung passen.

An normalen Wintertagen: die Sonne arbeiten lassen

An einem normalen Wintertag liegt der Abstand zwischen Nacht und Abend bei rund 16 %. Er deckt die Verluste nicht. Wer jede Nacht aus dem Netz lädt, lässt den Akku umsonst arbeiten und nutzt ihn etwas stärker ab.

An diesen Tagen speichert der Akku den wenigen Solarstrom und gibt ihn abends ab. Das Netzladen heben Sie sich für die Tage mit großem Abstand auf. 

ZENKI, Automatik, Eigenverbrauch, TOU oder Benutzerdefiniert: Welcher Modus passt im Winter?

Die Zendure App bietet in ihrem HEMS mehrere Modi. Das HEMS (Home Energy Management System) ist das System, das entscheidet, wann der Speicher lädt, entlädt oder in Bereitschaft geht. Der richtige Modus hängt von Ihrem Tarif ab und davon, wie viel Zeit Sie investieren möchten.

Modus Was er macht Im Winter für wen?
ZENKI Erstellt einen Lade- und Entladeplan nach Preisen, Wetter und Ihren Gewohnheiten ZenWave oder ein anderer dynamischer Tarif, wenn Sie lieber abgeben
Automatik Wählt die Strategie nach den verbundenen Geräten und den hinterlegten Preisen Dynamischer Tarif, wenn Sie ohne Feineinstellung nachts laden wollen
Eigenverbrauch Lädt mit Solarüberschuss und entlädt, um den gemessenen Verbrauch zu decken Festpreis-Tarif oder dynamischer Tarif ohne iMSys
TOU Lädt und entlädt nach Preisstufen, die Sie selbst festlegen Feste Ladezeiten, auch mit dynamischem Tarif
Benutzerdefiniert Folgt Ihren Zeitfenstern: Laden, Entladen mit fester Leistung oder Bereitschaft Den Speicher zu bestimmten Zeiten sperren

Sie sehen: Es gibt nicht den einen perfekten Modus. Alles beginnt bei Ihrem Tarif und bei der Frage, wie viel Kontrolle Sie behalten wollen.

ZENKI: die App entscheiden lassen, mit etwas Geduld

ZENKI ist die künstliche Intelligenz im Zendure HEMS. Sie verknüpft Strompreise, Wetterprognose und Ihre Verbrauchsgewohnheiten und erstellt daraus einen Plan für die nächsten 24 Stunden. Seit Version 7 der App berücksichtigt ZENKI auch den Verschleiß des Akkus, um unnötige Zyklen zu begrenzen.

Im Winter hat ZENKI zwei Aufgaben. Es plant nach Wetter und Preisen, um in günstigen Zeiten zu laden. Und wenn die Sonne fehlt und der Akku wenig arbeitet, überwacht es den Ladestand und schaltet beim Nachladen bei Bedarf die Zellheizung ein, um die Lebensdauer zu schonen.

ZENKI braucht etwa eine Woche, um den Rhythmus Ihres Haushalts zu lernen. In dieser Zeit können seine Entscheidungen überraschen. Lassen Sie es mehrere Tage am Stück laufen: Wer ständig den Modus wechselt, nimmt ZENKI die Daten, die es braucht.

Eigenverbrauch: wenn das Netz Ihnen nichts einbringt

Mit einem Festpreis-Tarif ist die einfachste Strategie oft die beste. Im Modus Eigenverbrauch lädt der Speicher mit dem Überschuss, den Ihr intelligenter Stromzähler misst, und entlädt, um den Verbrauch im Haus zu decken. Aus dem Netz lädt er nicht, außer zum Schutz, wenn der Ladestand zu tief fällt.

Der Modus Automatik funktioniert anders. Er wählt seine Strategie nach den verbundenen Geräten: zuerst der intelligente Stromzähler, dann eine smarte Steckdose, dann der Grundlastplan. Und wenn Sie variable Preise hinterlegt haben, lädt er in günstigen Zeiten und entlädt, wenn es teuer ist. Mit einem dynamischen Tarif kann er also nachts aus dem Netz laden.

TOU und Benutzerdefiniert: Laden, Entladen und Bereitschaft selbst festlegen

Mit TOU (Time of Use, also Tarif nach Uhrzeit) legen Sie Preisstufen über den Tag fest. Der Speicher lädt in der niedrigen Stufe, entlädt in der hohen und kann in der mittleren Stufe warten. Das ist praktisch, wenn Sie feste Ladezeiten wollen.

Der Modus Benutzerdefiniert geht weiter. Sie erstellen Zeitfenster, in denen der Speicher lädt, mit fester Leistung entlädt oder in Bereitschaft bleibt. Das ist die Lösung, wenn Sie das Entladen zu bestimmten Zeiten verhindern wollen, zum Beispiel während das E-Auto lädt.

Zendure HEMS App mit dynamischem Strompreis und Energieplan

Ein typischer Wintertag: Nacht, Morgen, Mittag und Abend

Egal welcher Modus: Ein guter Wintertag folgt immer demselben Ablauf. So verteilen Sie die Arbeit des Speichers mit einem dynamischen Tarif. Mit einem Festpreis-Tarif entfällt nur das Laden aus dem Netz.

Zeit Was passiert Was der Speicher macht
22 – 6 Uhr Nacht, niedrigste Preise meist zwischen 2 und 5 Uhr Bereitschaft, oder laden nur an Tagen mit großem Abstand
6 – 9 Uhr Morgenspitze, noch keine Sonne Entladen: Heizlüfter, Kaffee, Dusche
10 – 15 Uhr Wenig Sonne, manchmal ein kleiner Überschuss Speichert den Überschuss und lässt Platz frei
17 – 22 Uhr Abendspitze Entladen bis zur eingestellten Grenze

Sie sehen: Im Winter arbeitet der Speicher vor allem zu den beiden Spitzen des Tages. Den Rest der Zeit wartet er oder lädt.

Nachts: unnötiges Hin und Her vermeiden

Nachts ist der Strom aus dem Netz meist am günstigsten. Wer den Speicher in diesen Stunden arbeiten lässt, verbraucht gespeicherten Strom, der teurer ist als der aus dem Netz. Besser schalten Sie ihn in Bereitschaft und lassen das Netz Kühlschrank und Router versorgen.

Das gilt auch für große Geräte, die nachts programmiert sind, etwa einen Warmwasserboiler. Ohne Bereitschaft kann sich der Speicher vor Sonnenaufgang in den Boiler leeren.

Morgens: Energie für 6 bis 9 Uhr aufheben

Diese Zeit wird am häufigsten vergessen. Im Winter ist es um 8 Uhr noch dunkel, und die Module liefern fast nichts. Gleichzeitig steigen die Börsenpreise wieder: Im Winter 2025/26 lagen sie zwischen 7 und 10 Uhr im Schnitt bei 11,2 Cent, in den günstigsten Nachtstunden bei 7,8 Cent. Ein kleiner Speicher, der sich nachts leert, ist leer, wenn der Strom wieder teuer wird.

Wenn Ihre Kapazität knapp ist, heben Sie den Rest vom Abend für den nächsten Morgen auf. Im Modus Benutzerdefiniert reicht dafür ein Bereitschaftsfenster in der Nacht.

Mittags: Platz für die Sonne lassen

Auch im Winter gibt es schöne Tage. Ist der Speicher um 10 Uhr schon voll, weil er nachts aus dem Netz geladen hat, geht der Mittagsüberschuss für fast nichts ins Netz. Wenn die Prognose Sonne meldet, laden Sie nachts nur so viel, wie Sie für die Morgenspitze brauchen.

Abends: die Spitze bis zur Entladegrenze abdecken

Abends deckt der Speicher Kochen, Licht und Bildschirme ab. Er stoppt an der Entladegrenze, die Sie eingestellt haben. Genau diese Einstellung sollten Sie vor dem Winter prüfen.

Diese Einstellungen sollten Sie vor dem Winter prüfen

Die untere Entladegrenze anheben

Die untere Entladegrenze ist der Ladestand (auch SOC genannt), unter den der Speicher nicht mehr fürs Haus entlädt. Im Sommer reichen oft 10 %, weil die Sonne den Akku jeden Tag füllt. Im Winter kann er mehrere Tage nicht voll werden.

Ich empfehle Ihnen, diese Grenze von Dezember bis Februar auf 30 bis 50 % anzuheben. So behalten Sie einen Puffer bei Kälte und eine Reserve für einen Stromausfall. Sie vermeiden auch, zu tief zu entladen, falls die Ladestandsanzeige verrutscht ist. Senken Sie sie im Frühjahr wieder, wenn die Sonne zurückkommt.

Die Uhrzeit der automatischen Kalibrierung wählen

Damit die angezeigte Prozentzahl stimmt, muss der Akku ab und zu auf 100 % laden. Passiert das lange nicht, startet das System eine Kalibrierung: Es lädt den Akku ganz voll, um die Anzeige neu einzustellen. Im Winter geschieht das mangels Sonne mit Netzstrom.

Fällt die Kalibrierung in die Abendspitze, kostet sie unnötig viel. In den Akku-Einstellungen legen Sie fest, in welchem Zeitfenster die automatische Kalibrierung erlaubt ist. Legen Sie es in die günstigen Nachtstunden.

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Expertentipp

Mit einem dynamischen Tarif kommen Sie der Kalibrierung zuvor. Nutzen Sie ab und zu eine windige Nacht mit sehr niedrigen Preisen für eine Vollladung, mit einem Ladefenster im Modus Benutzerdefiniert. So stellt sich der Akku zum günstigsten Preis neu ein, und die Kalibrierung hat keinen Grund mehr, in der teuren Abendspitze zu starten.

Den Speicher den ganzen Winter angeschlossen lassen

Den Speicher über den Winter wegzuräumen, ist nicht nötig. Angeschlossen bleiben seine Schutzfunktionen aktiv: Das BMS überwacht die Zellen, die Heizung springt bei Bedarf an, und bei zu niedrigem Ladestand lädt er zum Schutz nach.

Müssen Sie ihn wirklich mehrere Monate abschalten, folgen Sie der Anleitung: Laden Sie ihn alle drei Monate auf 60 %.

Home Assistant und Shelly: für eine feinere Steuerung

Wer mehr will als die Modi der App, bindet den Speicher in Home Assistant ein, eine freie Software für die Hausautomation. Zendure stellt dafür eine offizielle Integration bereit, die Anleitung liegt auf GitHub unter Zendure/Zendure-HA; laut Produktunterlagen unterstützt das SolarFlow 2400 AC+ außerdem MQTT. Damit lesen Sie Ladestand sowie Ein- und Ausgangsleistung aus und verwalten die Ladeeinstellungen über eigene Automationen.

Im Winter bieten sich zwei Automationen an: eine Entladegrenze, die Sie je nach Monat anpassen, und ein abendlicher Abgleich der Solarprognose für den nächsten Tag mit dem freien Platz im Akku.

Ein Shelly Pro 3EM kann dem HEMS als Stromzähler dienen. Steuern Sie den Speicher dagegen per MQTT aus Home Assistant, schalten Sie laut Zendure-Anleitung zuerst das HEMS in der App aus. Sonst geben zwei Systeme widersprüchliche Befehle.

Warmwasser, E-Auto, Wärmepumpe: Was zuerst verschoben werden sollte

Bevor Sie Strom speichern, prüfen Sie, ob Sie den Verbrauch einfach verschieben können. Ein Gerät, das direkt in den günstigen Stunden läuft, hat keine Speicherverluste. Das ist immer günstiger, als dieselbe Energie durch den Speicher zu schicken.

  • Warmwasser: Lassen Sie einen elektrischen Boiler oder Heizstab per Zeitschaltuhr oder smarter Steckdose in den günstigen Stunden heizen. Schalten Sie den Speicher in dieser Zeit in Bereitschaft, damit er sich nicht in den Boiler leert.
  • E-Auto: Planen Sie das Laden in den günstigen Stunden. Sperren Sie währenddessen das Entladen des Speichers mit einem Bereitschaftsfenster im Modus Benutzerdefiniert. Sonst fließt ein Teil der gespeicherten Energie ins Auto.
  • Wärmepumpe: Sie verbraucht vor allem, wenn es kalt und dunkel ist, und das über viele Stunden. Ein Heimspeicher deckt nur einen kleinen Teil ihres Bedarfs. Mit dem Smart Meter 3CT können Sie ihr eine Messzange zuordnen und ihren Verbrauch getrennt verfolgen.

Stromausfall im Winter: Was der Speicher wirklich versorgen kann

Bei einem Stromausfall gibt ein netzgekoppelter Speicher keinen Strom mehr über den Netzanschluss ab, damit nichts ins abgeschaltete Netz zurückfließt. Die Notversorgung läuft über die Off-Grid-Steckdose des Geräts. Beim SolarFlow 2400 AC+ ist diese Steckdose ab Werk ausgeschaltet und wird in der App aktiviert. Im Normalbetrieb werden angeschlossene Geräte weiter aus dem Netz versorgt. Fällt das Netz aus, schaltet die Steckdose innerhalb von 15 ms auf den Akku um und liefert bis zu 2.400 W.

  • Nur angeschlossene Geräte: Die Steckdose versorgt nur, was daran hängt, nicht das ganze Haus. Sollen ganze Stromkreise im Notfall versorgt werden, ist eine eigene Installation durch eine Elektrofachkraft nötig.
  • Anlaufleistung beachten: Im Netzbetrieb sind an der Steckdose bis zu 3.200 W möglich, weil das Hausnetz Leistung beisteuert. Im Notbetrieb sind es 2.400 W, kurzzeitig 3.600 W für höchstens 200 ms. Testen Sie vorher, ob Kühl- oder Gefrierschrank damit anlaufen.
  • Vor einem Sturm laden: Ein Mikrowechselrichter am Off-Grid-Eingang arbeitet nur bei bestehender Netzverbindung. Bei einem Stromausfall lädt er den Akku also nicht nach.
  • Vor Nässe schützen: Während des Betriebs ist die Steckdose nicht wasserdicht. Empfohlen ist der Einsatz in Innenräumen. Draußen nur bei trockenem Wetter verwenden und die Abdeckung sofort schließen.

Um den Leerlaufverbrauch zu senken, wählen Sie den Eco-Modus: Bleibt die Steckdose 2 Stunden ohne Last, geht sie in den Ruhezustand.

Häufige Fragen

Warum lädt und entlädt mein Speicher in der Nacht?

Meist liegen die hinterlegten Preisstufen zu nah beieinander, oder die Preise in der App passen nicht zu Ihrem Tarif. Der Speicher glaubt dann, bei jedem kleinen Abstand zu gewinnen. Korrigieren Sie Preise und Aufschläge, oder legen Sie im Modus Benutzerdefiniert ein Bereitschaftsfenster in die Nacht.

Sollte ich den Speicher im Winter jede Nacht auf 100 % laden?

Nein. An einem normalen Wintertag deckt der Preisabstand die Verluste nicht. Laden Sie nur an Tagen aus dem Netz, an denen ein dynamischer Tarif einen Abstand von mindestens 25 bis 30 % bietet. Eine Vollladung ab und zu bleibt für die Kalibrierung sinnvoll.

Brauche ich für einen dynamischen Tarif ein intelligentes Messsystem?

Ja, wenn sich das Laden in günstigen Stunden auf Ihrer Rechnung zeigen soll. Nur ein intelligentes Messsystem (iMSys) erfasst Ihren Verbrauch viertelstundengenau. ZenWave können Sie auch ohne iMSys abschließen, das volle Sparpotenzial nutzen Sie aber erst mit einem.

Im Winter erst den Tarif prüfen, dann den Speicher einstellen

Im Winter steuert man einen Speicher nicht wie im Sommer. Die Sonne reicht nicht mehr, um ihn zu füllen, und Ihr Tarif bestimmt die Strategie: einfacher Eigenverbrauch mit einem Festpreis-Tarif, gezieltes Laden an günstigen Tagen mit ZenWave oder einem anderen dynamischen Tarif.

Danach machen ein paar Einstellungen den Unterschied: Bereitschaft in der Nacht, Energie für den Morgen, eine höhere Entladegrenze und eine Kalibrierung in den günstigen Stunden. So haben Sie alles in der Hand, damit Ihr Zendure-Speicher diesen Winter für Sie arbeitet.

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